Musik – Sie macht uns glücklich, erinnert uns an vergangene Zeiten und rührt uns sogar zu Tränen. Schon vor über 1000 Jahren war man sich der Macht der Musik bewusst und setzte sie für therapeutische Zwecke ein. Bis heute ist man sich der positiven Effekte von Musik sicher und erforscht z.B. die Anwendung von Musik bei Krankheiten wie Depressionen oder neurologischen Störungen. Lesen Sie, welche positiven Effekte Musik noch hat und wie sie das Gemeinschaftsgefühl stärkt. 

Lesedauer: 4 Minuten

Doch in welcher Art und Weise und Warum beeinflusst Musik uns in diesem Maße? Im täglichen Leben werden wir ständig mit Musik konfrontiert. Sei es im Einkaufszentrum, im Supermarkt, im Fahrstuhl, in Warteschleifen oder gar im Büro. Werden dabei permanent Emotionen in uns ausgelöst? Die Antwort lautet „nein“. Musik beeinflusst uns nur, wenn wir sie bewusst wahrnehmen, verstehen, mit ihr interagieren oder sie gar selbst gestalten. Der Einfluss dann ist allerdings enorm! 

Musik ist ein gewaltiger Stimulus für unser Gehirn

Aber warum ist das so? Warum weckt Musik so viele verschiedene Emotionen? Musik, die wir bewusst wahrnehmen, hat viele nachgewiesene Einflüsse auf unseren Körper. Sie verändert den Herzschlag, kann die Atemfrequenz verändern, lässt Glückshormone wie Serotonin, Dopamin und Oxytocin ausschütten und verändert so aktiv unser befinden. Musik erinnert z.B. an Gefühle.

So sind neben dem Hörzentrum z.B. Areale wie das räumliche Denken, das Sehen und das Riechen aktiv. Hört man nun ein bestimmtes Lied oder eine bestimmte Melodie, die uns an vergangene bedeutsame Ereignisse erinnert, werden Emotionen, die im Zusammenhang mit diesem Ereignis stehen, wieder abgerufen. Das kann so weit gehen, dass das halbe Gehirn aktiviert wird und wir sogar das Gefühl haben markante Gerüche aus dieser Situation wahrzunehmen und die Situation so sehr intensiv neu erleben. 

Musik hat positive Effekte auf unsere Entwicklung 

Doch es werden nicht nur abgespeicherte Gefühle neu abgerufen sondern auch ohne besondere Erinnerungen kann Musik Emotionen auslösen. Wenn wir z.B. einen Text verstehen und ihn für uns annehmen, uns eine Melodie gefällt und zur Interaktion führt oder wir die Musik gar selber gestalten. Dann wird durch die Musik eine Brücke zwischen Kognition und Emotionen geschaffen und Glückshormone werden ausgeschüttet. Dabei reicht schon ein schlichtes Lächeln, wobei die Gesichtsmuskulatur Signale an das Gehirn sendet, dass es uns gut geht. Musik ist also ein wahrer Glücklichmacher!

Am intensivsten sind die Gefühle, wenn man die Musik selber gestaltet. So ist wissenschaftlich erwiesen, dass musizierende Kinder besser Fremdsprachen erlernen können und Musiker im allgemeinen sich nachweislich besser konzentrieren können. Außerdem fördert Musik die Selbstkontrolle, Empathie und die Kreativität. 

Wie Musik die Gemeinschaft stärken kann

Neben den individuellen positiven Effekten, kann Musik auf besonders leichte und natürliche Art und Weise Gemeinschaft zwischen Menschen schaffen. Musik kann Botschaften vermitteln und durch das Hören kann man sich verstanden fühlen. So kann es auch in der Gemeinschaft zu emotionalen Erlebnissen kommen, die uns besonders berühren und in gewissem Maße zusammenschweißen. 

Wie oben bereits erwähnt, fördert Musik empathische Empfindungen, sprich die Fähigkeit uns in andere Menschen hineinzuversetzen und deren Gefühle zu verstehen. Beim gemeinsamen Musik hören und vor allem Musik machen, gleichen sich die Stimmungen der Beteiligten einander an und man „ist gemeinsam fröhlich“. Diese Erlebnisse können zukünftige Konflikte reduzieren und zu einer engeren Bindung der Gruppe führen. Am intensivsten ist das Erlebnis, wenn man beim musizieren kooperiert.

Nachdem Sie jetzt über die Einflüsse von Musik Bescheid wissen. Probieren Sie ein neues Instrument aus, gehen gemeinsam tanzen oder schallern Sie Ihr Lieblingslied mal wieder laut unter der Dusche. Glauben Sie mir, danach wird es Ihnen besser gehen!

Social Share

Keine Kommentare

Leave a comment