Einer der am häufigsten genannten Gründe, warum Arbeitnehmer in Ihrem Beruf unglücklich, demotiviert und dadurch gar unproduktiv sind, ist die mangelnde individuelle Wachstumschance innerhalb des Unternehmens. Die Folge sind mangelndes Engagement seitens der Arbeitnehmer und eine hohe Fluktuationsrate. 

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Erheblicher Kostenaufwand durch Personalwechsel 

Durch eine hohe Fluktuationsrate im Personal fällt neben dem logistischen Mehraufwand, dem mangelnden Zusammengehörigkeitsgefühl und der mangelnden Identifikation mit dem Unternehmen zudem ein hoher finanzieller Aufwand an. So hat das Center for American Progress ermittelt, dass die Kosten eines Personalwechsels durchschnittlich 21% des Jahresgehalts eines Mitarbeiters betragen. Etwaige Unproduktivität oder gar Krankheitsausfälle seitens der unmotivierten Arbeitnehmer im vorhinein sind in diesem Wert nichtmal berücksichtigt.

Neben den Kosten dürfen zudem die Zusammengehörigkeit des Teams und die allgemeine Loyalität dem Unternehmen gegenüber seitens der  Arbeitnehmer, die dem Unternehmen noch „treu“ geblieben sind, nicht unterschätzt werden. Im heutigen Zeitalter und dem vorliegenden Überangebot von Produkten und Dienstleistungen müssen Unternehmen sich von der Masse abheben um konkurrenzfähig zu bleiben. Dafür unerlässlich ist die qualitativ hochwertige Arbeit eines jeden einzelnen Mitarbeiters bzw. ein funktionierendes Zusammenspiel der Gemeinschaft. Auch hier hat eine hohe Fluktuationsrate einen signifikant hohen negativen Effekt. 

Vertrauen und Loyalität gegenüber dem Unternehmen schaffen

Diesem Trend ist leicht entgegenzuwirken, indem man seine bestehenden Mitarbeiter emotional an das Team, die Abteilung und somit an das Unternehmen bindet. Der erste Schritt in diese Richtung besteht darin, Mitarbeiter individuell zu fördern, individuelle Wachstumschancen anzubieten und eine kurz- bis mittelfristige Karriereentwicklung innerhalb des Betriebes zu ermöglichen. Das steigert die wahrgenommene Wertschätzung enorm, erhört die Motivation und Produktivität und verhindert maßgeblich eine hohe Fluktuationsrate im Personal. 

Mitarbeiter bleiben länger zusammen und ein gewisses Zusammengehörigkeitsgefühl auch untereinander entsteht. Natürlich sollte auch in dieses in regelmäßigen Abständen investiert werden. Denn Mitarbeiter sind in der Gemeinschaft deutlich produktiver als für sich alleine genommen. Dazu gehört, dass Mitarbeiter lernen verschiedene Rollen einzunehmen und in ihren anerkannten Fachbereichen lernen das Team zu führen und somit das Unternehmen aktiv voranzubringen. Dieses Engagement wird allerdings nur durch die wahrgenommen Wertschätzung seitens des Unternehmens hervorgerufen. Ansonsten: Dienst nach Vorschrift.

Wohlgemerkt gibt es viele verschiedene Wege, wie Unternehmen diese Wertschätzung vermitteln können. Neben monetären oder arbeitszeitlichen Zugeständnissen, scheint die Vergabe von Kompetenzen, die Möglichkeit eigene Ideen umzusetzen oder Verantwortung für gewisse Bereiche übernehmen zu können, die zielführendere  Variante. 

 Verbessertes Kommunikations- und Wissensmanagement 

Sobald sich Mitarbeiter Ihrer Position und Verantwortlichkeit innerhalb eines Unternehmens bewusst sind und Ihnen Kompetenzen zugetragen werden, sehen diese sich auch in der Verantwortung die Kommunikation voranzutreiben. Und der Informationsaustausch ist bekanntlich ein elementar wichtiger Teil des Wissensmanagements. Die International Data Corporation (IDC) schätzt, dass bis zu 50% der Informationen innerhalb eines Unternehmens nicht leicht zugänglich ist. Also sorgt man dafür, dass die notwendigen Informationen aktiv innerhalb des Teams kommuniziert werden. 

Durch die Investition in einzelne Mitarbeiter, wohlgemerkt nicht notwendiger Weise monetärer Art, entsteht so ein positiver Teufelskreis, der die Verbundenheit zum Unternehmen stärkt, die Motivation und Produktivität steigert und das Zusammengehörigkeitsgefühl erhöht. Dies trägt dem Wachstum des Unternehmens bei und der Personalfluktuation wird entgegengesteuert. 17 Fliegen mit einer Klappe…

 

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