Vielleicht geht es Ihnen ähnlich?! 2016 ist in rasantem Tempo an uns vorbeigerauscht und hat uns, gefühlt mehr denn je, wiedermal an Eines erinnert: Das Kostbarste was uns zur Verfügung steht ist die Zeit! Diese unumstrittene Tatsache spiegelt sich auch immer mehr in der Arbeitswelt wieder, die vor einem großen Umbruch steht. Vor allem diese Entwicklung bestimmt auch die Trends in der Eventbranche für das Jahr 2017.

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Fluch und Segen zugleich!

Worklife-Balance, Home-Office und flexible Arbeitszeiten. Begriffe um die Unternehmen schon lange nicht mehr herumkommen, um sich für qualifizierte Mitarbeiter langfristig attraktiv zu machen. Dass viele Teams durch die Digitalisierung physisch nicht mehr zusammensitzen, stellt die Eventbranche vor die Herausforderung, genau das wieder aufleben zu lassen. Denn Innovationen entstehen nicht bei dem Gang zum Kühlschrank, sondern durch aktive Diskussionen und Kommunikation.

Darüber hinaus ist die Eventbranche durch viele weitere Entwicklungen zu Veränderungen gezwungen, die die Gestaltung von Konferenzen, Messen, Meetings und Events grundlegend beeinflussen wird. Was die Branche im Moment bewegt haben wir versucht auf 5 Trends für 2017 runterzubrechen.

Trend # 1: Interaktive Erlebnisse für alle Sinne.

Nicht umsonst geht das Konzept des Escape Rooms in Deutschland gerade durch die Decke. Durch interaktive Denkspiele, bei denen alle Sinne angeregt werden, man tasten, zusammenbauen, kommunizieren und gemeinsam Aufgaben lösen muss, können viele dem Alltagstrott entfliehen. Mal wieder aktiv eine Idee umsetzen, etwas mit den Händen machen und im Team vorankommen. Vielen Menschen fehlt dieses Gefühl vor allem auf der Arbeit.

Dieser Tatsache sollten sich Eventplaner generell bei der Organisation von Events annehmen. Egal ob Messe, Meeting oder Konferenz. Menschen wollen nicht mit Informationen bombardiert werden, sondern aktiv Dinge besprechen, hinterfragen oder gleich selbst erleben.

Trend # 2: Digitalisierung…Was auch sonst?

Zwar hinkt die Eventbranche an der einen oder anderen Stelle noch ein wenig hinterher, doch auch Sie kommt nicht an der Digitalisierung vorbei und hat diesbezüglich schon große Fortschritte gemacht. Messezentren bieten ihren Ausstellern Online-Portale, auf denen sie alle benötigten Leistungen, Artikel und Services in einem Flow kaufen können. Auf der Besucherseite werden sämtliche Registrierungsprozesse digitalisiert.

Eine einzige App vereint Informationen rund um das Event, Ablaufpläne, Interaktionsmöglichkeiten und das Ticketing. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld und bringt beiden Seiten durch unkomplizierte Handhabe einen deutlichen Mehrwert.

Trend # 3: Gesundheitsbewusstsein wächst und wächst!

Die Zeiten in denen Caterer einen Eimer Kartoffelsalat und einen Topf Brühwurst bereitstellten und 99% der Besucher zufrieden waren sind vorbei. Gluten Unverträglichkeiten, vegane Lebensstile und Laktose Intoleranz bestimmen heute schon die Regale vieler Supermärkte. Bio Produkte und nachhaltig produzierte Lebensmittel sind gefragt.

Menschen ernähren sich bewusster und treiben Sport, um körperlich und geistig fit zu bleiben. Diese Entwicklungen, vor allem was die Ernährung angeht, dürfen Eventplaner nicht außer Acht lassen und sollten diese geschickt in ihre Planung einbinden.

Trend # 4: Durch Storytelling Emotionen wecken.

Innovationen entstehen häufig, indem man über Grenzen hinwegsieht und Dinge umgewandelt auf die jeweilige Branche anwendet. Im Marketing schon nicht mehr wegzudenken, wird das Storytelling auch für Events immer wichtiger werden. Dabei bedient man sich des „I want more“ Effektes. Nicht umsonst kann man ein gutes Buch nicht aus der Hand legen. Man will wissen wie es weitergeht.

Diesen Effekt kann man auch auf die Eventbranche übertragen und bei Meetings, Kongressen oder Betriebsausflügen Informationen mit Emotionen koppeln, um seine Mitarbeiter zu begeistern. Mit geschickt transportierten Inhalten weckt man Emotionen und regt gleichzeitig die Phantasie und Kreativität an. Beispiel gefällig? Auf geht’s:

Je einfacher und offensichtlicher, desto besser!

Folgendes Szenario ereignete sich vor einigen Jahren an der Ruhruniversität Bochum. Während des Studiums gehört die Organisation der Absolventenfeier vorheriger Jahrgänge zu den Pflichtmodulen. Leider war diese Veranstaltung geprägt durch Langeweile und sinkende Teilnehmerzahlen. Gut 50% der Absolventen verzichteten auf den offiziellen Weg und holten sich das Zeugnis einfach im Sekretariat ab. Diese Entwicklung wollte man in diesem Jahr stoppen und umkehren.

So hat man sich zusammengesetzt und zunächst gemeinsam überlegt, warum kein Interesse an der Veranstaltung besteht. Das Problem lag schnell auf der Hand. Sportstudenten müssen sich durch eine Agenda von Sektempfang, über Reden einiger Professoren bis hin zum vornehmen Buffet mit der Familie quälen. Sportstudenten…. Sektempfang…. Das passt doch nicht.

Darauf aufbauend wurde für das Event eine Story kreiert. Aus der Absolventenfeier wurde das Saisonfinale. Aus der Eintrittskarte das Stadionticket. Aus dem Buffet die Stadionwurst. Aus den Reden ein Auftritt mit akrobatischen Tänzen. Aus dem moderierenden Professor wurde ein Student. Das Ergebnis war überwältigend. Über 90% der Absolventen nahmen an der Veranstaltung teil und waren begeistert. Durch eine ganz einfache Umstellung in dem Storytelling der Veranstaltung, das den Bedürfnissen der Studenten entspricht. Mittlerweile ist die Absolventenfeier das Highlight des Jahres. Falls Sie Ideen in dieser Art brauchen. http://juma-event.de/anfrage/ 🙂

Das war übrigens Storytelling über das Storytelling 😉

Trend # 5: Der Wandel der Wissensvermittlung.

Frontale Wissensvermittlung ist out, langweilig und bei der knappen Zeit heutzutage eine Qual. Interaktive Meetingformate ohne groben Plan, bei denen Diskussionen angeregt werden, sind eher zielführend und für alle Beteiligten angenehmer.

Weiterbildungen geschehen in Form von Webinaren, die man zeitlich flexibel besuchen kann und ortsungebunden ist. Flexibilität wird großgeschrieben. Dies sollte auch bei Meetings und der Wissensvermittlung beachtet werden. Schema F ist in den seltensten Fällen angebracht. Man sollte sich stets die Frage nach dem „Warum“ stellen und was das Ziel der Veranstaltung ist.

 

Bei allen Trends die es gibt, sollte man immer im Hinterkopf haben, ob sie für die eigene Situation Sinn ergeben. Nur weil ein Zug abfährt, muss man nicht gleich aufspringen. Denn vielleicht fährt er ja gar nicht zu dem Ort zu dem ich gerade hinmöchte.

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